Spielzeug-Ökotest: Kritische Bewertungen für fast alle Produkte

Spielzeug-Ökotest: Kritische Bewertungen für fast alle ProdukteModernes Spielzeug enthält zumeist verschiedene Kunststoffarten, Lacke und kräftige Farben. Die Herstellung der Spielwaren erfolgt nicht immer unter ökologischen Aspekten und auf dem Markt finden sich viele Produkte, die sogar gesundheitlich bedenklich sind. Die Aufklärung der Verbraucher lässt zu wünschen übrig und die gesetzlichen Kontrollmöglichkeiten arbeiten noch lange nicht effektiv genug. Der Spielzeug-Ökotest zeigt, dass auch ein hoher Preis bei Produkten kein echter Qualitätsindikator ist und die einzelnen Tests liefern zum Teil erschreckende Ergebnisse. Da viele Schadstoffe nicht sichtbar sind, haben die Eltern auch nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten beim Kauf bedenkenlose Produkte zu finden.

Krebserregende Schadstoffe & Allergieauslöser

Zinnorganische Verbindungen, Schwermetalle und Weichmacher gehören zu den am häufigsten gefundenen Schadstoffen in Kinderspielzeug. Angesichts der häufigen Überschreitung der erlaubten Höchstwerte ist so manches Kinderspielzeug gefährlicher als ein Küchenmesser und kann gesundheitliche Langzeitschäden verursachen. Nicht nur Billig-Importe aus China fallen in den Ökotests negativ auf, sondern auch Produkte bekannter Markenhersteller. In aktuellen Tests waren fast 80 Prozent der Spielzeuge belastet und mehr als die Hälfte davon sogar stark. Puppenhäuser, Bausteine, Autos und vieles mehr landet nicht nur in den Händen der Kinder, sondern auch schnell im Mund und Eltern können schon beim Kauf einiges für die Gesundheit ihrer Kinder tun.

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Kann man Schadstoffe erkennen?

Sehen kann man Weichmacher und andere Schadstoffe nicht auf den ersten Blick, doch der Geruchssinn hilft hier in vielen Fällen weiter. Spielzeug, das hoch belastet ist, riecht meist sehr unangenehm und sollte dann nicht gekauft werden. Experten verlangen schon seit einigen Jahren, dass die erlaubten Grenzwerte für Schadstoffe in Kinderspielzeugen gesenkt wird, doch bisher konnte man sich in Brüssel noch nicht auf genaue Zahlen einigen. Für die Eltern bedeutet das ein erhöhtes Maß an Verantwortung. Sie können lediglich die Produkttests der unabhängigen Institute als Hilfestellung beim Kauf nutzen, um schadstoffarme oder –frei ein Puppenhaus und Bauklötze zu finden und sich zusätzlich beim Kauf auf die eigene Nase verlassen.